Nr. INT283
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Sprechtag Tschechien

Veranstaltungsdetails

Expertinnen und Experten:
Fachleute der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (AHK)

Information:
Tschechien ist laut der aktuellen Konjunkturumfrage der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (AHK) nach wie vor das attraktivste Land für deutsche Investoren, neben Estland. Davon zeugen die jährlichen Zuflüsse an Direktinvestitionen sowie die Reinvestitionen bereits im Land angesiedelter Unternehmen. Deutschland gehört in der Rangliste der größten Investoren in Tschechien der dritte Platz. Davor liegen aus steuerlichen Gründen die Niederlande und Luxemburg. Wie sich die Investitionen im laufenden Jahr entwickeln werden, hängt vor allem von der weiteren Corona-Entwicklung ab. Die vorläufige Schätzung der Nationalbank vom März prognostiziert zwar einen Rückgang, aber immer noch einem positiven Zufluss ausländischer Direktinvestitionen in die Tschechische Republik.

Als Reaktion auf die Verbesserung der Situation nach der Corona-Pandemie wurden die meisten restriktiven Maßnahmen, die vor allem den Einzelhandels- und Dienstleistungssektor betrafen, im zweiten Quartal 2021 schrittweise gelockert und haben die Aussichten verbessert. Nach der vorläufigen Schätzung des Statistikamts wuchs das saisonbereinigte reale BIP im zweiten Quartal 2021 um 0,6 % gegenüber dem Vorquartal und um 7,8 % gegenüber dem Vorjahr.

Doch auch Tschechien kämpft mit Problemen in der Beschaffung, den Lieferketten und steigenden Rohstoffpreisen. Das betrifft am stärksten die Automotive-Branche, deren Produktion durch die Halbleiterknappheit gebremst wird. Bei Skoda Auto können derzeit über 40.000 Pkw nicht fertiggestellt werden.

Chancen ergeben sich in Tschechien insbesondere durch die Nahverlagerung von Unternehmensaktivitäten. Neue Bedingungen auf den Weltmärkten erfordern eine neue Ausrichtung der Geschäfts- und Lieferstrukturen. Dies gilt für viele deutsche Industrieunternehmen, die auf Produkte und Dienstleistungen aus anderen Ländern angewiesen sind. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) aus dem Jahr 2020 denkt mehr als jedes vierte Unternehmen nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie über eine Neuausrichtung nach. Hierbei spielt das Nearshoring eine ganz besondere Rolle. Tschechien bringt beste Voraussetzungen dafür mit!

Themen

• Tschechien als Absatzmarkt: Vertriebspartnersuche

• Tschechien als Zuliefermarkt: Lieferantensuche, Nearshoring

• Tschechien als Investitionsstandort: Recht & Steuern, Nearshoring

Termin:
45-minütige, individuelle Gespräche mit den Expertinnen und Experten der AHK. Die Uhrzeit stimmt die IHK individuell mit den Unternehmen ab. Die Gespräche finden via MS Teams statt.

Termine, Veranstaltungsorte und Referenten