Nr. INT028
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Mit Lieferantenerklärungen zu Wettbewerbsvorteilen - Aber Achtung: Eine Erklärung mit Konsequenzen!

Veranstaltungsdetails

Die präferenzrechtliche Behandlung von Waren im grenzüberschreitenden Warenverkehr nimmt für europäische Unternehmen eine immer größere Rolle ein.

Lieferantenerklärungen dienen Exporteuren als vorgeschriebene Dokumente für die Beantragung einer Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 oder EUR-MED bei den Zollstellen in der EU. Dem Importeur wird in bestimmten Empfangsländern dadurch eine zollfreie oder zollermäßigte Einfuhr ermöglicht. Exporteure mit einer zollamtlichen Bewilligung zum „Ermächtigten Ausführer“ sind ebenso verpflichtet, LEs von Zulieferern anzufordern und auf deren Richtigkeit zu überprüfen wie auch Unternehmen, die für Warensendungen mit einem Wert unter 6.000 € eine Präferenzursprungserklärung auf ihren Handelsdokumenten abgeben.

Zudem können Exporteure durch Vorlage einer Lieferantenerklärung bei den IHKn Ursprungszeugnisse erhalten, die im Empfangsland vom Käufer, von dessen Bank oder der dortigen Zollverwaltung verlangt werden.

Lieferantenerklärungen sind somit häufig notwendige Ursprungsbescheinigungen in einer Nachweiskette, die den Import im Partnerland erst zollbegünstigt oder ggf. überhaupt ermöglicht und damit dem Lieferanten Wettbewerbsvorteile sichert.

Mit der Einführung des UZK und den ergänzenden Vorschriften sind die gesetzlichen Vorgaben an Lieferantenerklärungen teilweise neu gefasst worden. Das bedeutet für viele Unternehmen eine gewisse Unsicherheit bei der Verwendung von Lieferantenerklärungen. Welche Auswirkungen die UZK-Vorschriften auf den Inhalt von Lieferantenerklärungen haben, wird ebenso besprochen wie auch mögliche Lösungsansätze zu diesen Herausforderungen.

Inhalte:

  • Sinn und Zweck von Lieferantenerklärungen
  • Einführung in das aktuelle Ursprungs- und Präferenzrecht der Europäischen Union
  • Systematik der Präferenzursprungsregeln als Voraussetzung für die Erstellung einer Lieferantenerklärung
    - vollständiges Gewinnen und Herstellen
    - Minimalbehandlungen
    - ausreichende, sog. ursprungsbegründende Be- und Verarbeitungen (Verarbeitungsliste)
    - Hinweise auf Toleranzen und Kumulierungsmöglichkeiten in einfachen Fällen, Berücksichtigung der
  • Pan-Euro-Med Zone und neuen SAP-Kumulierung
  • Lieferantenerklärungen nach dem UZK-IA
    - Formelle Anforderungen (E-Mail, Fax, Unterschrift), Vereinfachungen, Erklärung zur Kumulierung
    - Prüfungsmöglichkeiten durch das Auskunftsblatt INF 4 und weitere Prüfungsverfahren durch die
  • Zollbehörden
    - privatrechtliche Absicherung, Konsequenzen bei nichtzulässiger Ausstellung
  • Diskussion

Termine, Veranstaltungsorte und Referenten

  • Mo 08 Nov 2021
    08.11.2021
    09:00 - 16:30 Uhr

    Veranstaltungsort

    Online Seminar

    Referentinnen / Referenten

    • Dipl.-Finw. Gesa Schumann

      Dipl.-Finw. Gesa Schumann kennt dieses Thema seit Jahrzehnten und hat dazu neben der Seminartätigkeit auch vielfältige Fachliteratur geschrieben.

    Preis

    345,10 € inkl. 19% USt.
    Der Preis gilt pro Veranstaltungsteilnehmer.
    Nettopreis: 290,00 € + 19 % USt.

Weitere Informationen

Zielgruppe

Abteilungsleiter/innen und Sachbearbeiter/innen außenhandelsorientierter Unternehmen, die mit der Erstellung von Lieferantenerklärungen befasst sind bzw. sich in Zukunft damit befassen werden sowie Sachbearbeiter/innen, die Lieferantenerklärungen von Zulieferfirmen anfordern, kontrollieren und ggf. in die unternehmenseigenen DV-Systeme einpflegen.