29.09.2021

Wirtschaft hofft auf schnellere internationale Reiselockerungen

"Viele Unternehmen warten händeringend darauf, ihre technischen Spezialisten wieder in alle Welt zu entsenden. Es gibt aus den vergangenen 20 Monaten einen immensen Stau an unerledigten Reparaturen, Wartungsarbeiten und Inbetriebnahmen von neuen Anlagen. Die Wirtschaft braucht dringend mehr Reisefreiheit, nicht allein in die USA sondern auch nach Asien", sagt Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Hannover.
Viele Länder erlauben derzeit noch gar keine Einreise oder haben extrem hohe Hürden errichtet: Eine ein- bis zweiwöchige Quarantäne auch für Geimpfte ist keine Seltenheit, in China muss man für manche Regionen sogar drei Wochen einplanen. Andere Länder wie zum Beispiel Japan stellen keine neuen Visa aus. Die Testanforderungen unterscheiden sich von Land zu Land erheblich.
Auch die Anerkennung von Impfstoffen ist ein weltweiter Flickenteppich. Das betrifft nicht nur den russischen Impfstoff Sputnik oder die chinesischen Impfstoffe, die in der EU nicht zugelassen sind, sondern durchaus auch die in der EU verbreiteten Impfstoffe: So ist zum Beispiel der Impfstoff von AstraZeneca und damit auch die durchgeführten Kreuzimpfungen in den USA bislang nicht anerkannt.  
"Die Vorgaben für eine Einreise ändern sich zum Teil sehr häufig und sehr schnell. Unternehmen sollten sich jeweils tagesaktuell auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes und vor allem auch auf den Internetseiten ihres jeweiligen Reiselandes informieren – und bei Unklarheiten natürlich gerne mit der IHK Hannover Kontakt aufnehmen", empfiehlt Tilman Brunner, Abteilungsleiter International bei der IHK Hannover.