03.09.2021

Lockdown-Branchen mit deutlichen Zuwächsen bei der Ausbildung

Zum 1. September sind im Bereich der IHK Hannover 8.196 Berufsausbildungsverträge abgeschlossen worden, ein Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutlich mehr Auszubildende als im Jahr 2020 verzeichneten dabei vor allem von der Pandemie besonders betroffene Wirtschaftsbereiche, in denen sich nach dem Neustart der Fachkräftemangel weiter verschärft hat.
„Trotz der großen Schwierigkeiten bei der Berufsorientierung in der Corona-Zeit, in der Informationsveranstaltungen, Messen oder betriebliche Praktika nicht möglich waren, haben es Hotels und Gaststätten, die Logistik und der Handel geschafft, bei den Ausbildungszahlen an das Niveau vor der Krise anzuknüpfen“, sagt Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Hannover. Aber auch im September ist der Ausbildungsmarkt noch weiter in Bewegung und viele Betriebe sind weiterhin auf der Suche nach Nachwuchs für dieses Ausbildungsjahr.
Zum zweiten Ausbildungsstart unter Corona-Bedingungen stieg die Zahl der Ausbildungsverträge im IHK-Bezirk Hannover in den kaufmännischen Berufen verglichen mit September vergangenen Jahres um 6,8 Prozent auf 5.489. Vor allem im Bereich Hotel/Gaststätten (506 Verträge/plus 17,1 %) und im Verkehrs-/Transportgewerbe (450 Verträge/plus 11,4 %) sowie im Handel (2.009 Verträge/plus 7,7 %) sind nach dem schwierigen letzten Corona-Jahr die größten Zuwächse zu verzeichnen. In den industriell-technischen Berufen wurden 2.707 neue Ausbildungsverhältnisse abgeschlossen, ein Minus von 6,5 Prozent.
„Viele Unternehmen bieten weiter auch in diesem Jahr attraktive Ausbildungsplätze an. Es lohnt sich auch in den nächsten Wochen noch, sich zu bewerben“, rät Prof. Dr. Günter Hirth, Leiter Berufsbildung bei der IHK Hannover den Jugendlichen, die sich noch kurzfristig für eine duale Ausbildung entscheiden können. Allein für Niedersachsen beziffert die Bundesanstalt für Arbeit aktuell noch 15.000 in diesem Jahr noch nicht besetzte Ausbildungsangebote.