26.04.2021

IHK: Infektionsschutzgesetz bringt Erleichterungen

Die IHK Hannover begrüßt grundsätzlich die Öffnungsmöglichkeiten, die das Bundesinfektionsschutzgesetz jetzt Teilen des Handels bietet. "Wir spüren bei den Geschäften, die jetzt wieder mit Click & Meet für ihre Kundinnen und Kunden öffnen dürfen, eine große Erleichterung", erklärte Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Hannover. Dass nun Click & Meet in Kommunen mit einer Inzidenz bis zu 150 möglich sei, bezeichnete sie als Hoffnungsschimmer. Andere Punkte der neuen Regelungen sind aber aus Sicht der IHK-Hauptgeschäftsführerin nur schwer nachvollziehbar. Bielfeldt wies darauf hin, dass jetzt in allen Kommunen mit einer Inzidenz über 100 wie beispielsweise in Hannover weniger Menschen als bislang gleichzeitig in Lebensmittelgeschäften einkaufen dürfen: „Lange Schlangen vor den Türen, die sich zu Stoßzeiten bilden, dürften kaum im Sinne des Gesetzgebers sein."
Für die Gastronomie oder touristische Übernachtungen vermisst die IHK-Hauptgeschäftsführerin jedoch weiterhin eine Öffnungsperspektive. Hier sieht das Bundesinfektionsschutzgesetz bei Kommunen mit einer Inzidenz über 100 keinerlei Lockerungen vor, während unter dieser Grenze das Land Niedersachsen Öffnungen ermöglichen könnte. „Und für körpernahe Dienstleistungen, wie zum Beispiel Nagel- oder Tattoo-Studios, wurden mit dem Bundesinfektionsschutzgesetz ab einer 100er-Inzidenz jetzt sogar komplett wieder der Stecker gezogen."
„Die Betriebe haben branchenübergreifend fertige Hygienekonzepte, so dass eine vorsichtige Öffnungsstrategie und ein wirksamer Gesundheitsschutz gleichermaßen möglich sein sollten", so Bielfeldt weiter.