22.06.2021

IHK: Alternativen am Schiffgraben möglich - Funktion des City-Rings erhalten

Im Nadelöhr Bahnunterführung Schiffgraben prallen die jeweils berechtigten Ansprüche von Fußgängern, Radfahrern und Autoverkehr wie kaum an einer anderen Stelle in Hannover aufeinander: Der zu schmale Fuß- und Radweg stadtauswärts ist aus Gründen der Verkehrssicherheit kritisch und macht das Fahrradfahren unattraktiv. Andererseits hat der Schiffgraben als Teil des City-Ringes eine herausragende Bedeutung. So steht es auch im Verkehrskonzept von Bündnis 90/Die Grünen. Der City-Ring sei eine Schlagader für den Verkehr in Hannover, die Wirtschaft auf eine funktionierende Mobilität angewiesen, so die IHK.
Vor diesem Hintergrund fordert die IHK, andere Lösungen als die komplette Ausweisung einer Fahrspur für den Radverkehr zu prüfen. „Wir brauchen intelligentere Lösungen, als nur dem motorisierten Verkehr eine Fahrspur wegzunehmen“, so IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt. Die IHK kritisiert, dass beispielsweise ein Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn als Alternative nicht untersucht werden soll. Sollte eine solche Lösung aus Platzgründen nicht umsetzbar sein, schlägt die IHK vor, den Radverkehr auf den wenigen Metern im Bereich der Brücke auf der Fahrbahn zu führen. Das erfordere zwar Baumaßnahmen, um die Sicherheit zu gewährleisten, sowie eine Temporeduktion im Bereich der Unterführung. Insgesamt bliebe aber damit die Leistungsfähigkeit des City-Ringes erhalten, zumal die Zahl der Radfahrer im Verhältnis zum Kraftfahrzeugverkehr eher gering ist.