18.08.2021

IHK Hannover begrüßt Berücksichtigung weiterer Faktoren bei Corona-Warnstufen

Die IHK Hannover begrüßt grundsätzlich die Pläne der Landesregierung, die durch Corona erzwungenen Einschränkungen künftig nicht mehr allein von der Inzidenz abhängig zu machen. Die aktuell diskutierte neue Corona-Verordnung des Landes sieht so genannte Warnstufen vor, bei denen neben der Zahl der Neuinfektionen zwei weitere Indikatoren berücksichtigt werden: die durch Corona bedingten Krankenhaus-Einweisungen sowie die mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten.
IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt hatte zuletzt im Juli vor einem Inzidenz-Automatismus gewarnt. Bei einer starren Orientierung an den Neuinfektionen hätte die Gefahr bestanden, dass die für die Wirtschaft so wichtigen Lockerungen schon ab einer Inzidenz von 35 schrittweise zurückgenommen würden.
Die Abkehr von der ausschließlichen Orientierung an der Inzidenz sei angesichts der steigenden Impfquote richtig, so Bielfeldt. Auch die stärkere Berücksichtigung von 3G – also Regeln für geimpfte, getestete und von Corona genesene Menschen – könne für eine größere Flexibilität sorgen. Gerade die durch Corona besonders schwer getroffenen Branchen spüren jetzt erstmals wieder eine gewisse Erholung. „Erneute Einschränkungen, ausgelöst durch ein unflexibles Festhalten an überholten Vorgaben, würden viele Unternehmen nicht mehr überstehen“, sagte Bielfeldt. Entsprechend mahnte sie an, dass die neuen Regelungen tatsächlich noch wie geplant im August in Kraft treten müssten.
Die IHK begrüßte ebenfalls die Entscheidung der Region Hannover, trotz einer Inzidenz von über 35 auch mit Blick auf die kommende Corona-Verordnung des Landes Einschränkungen nur für private Kontakte vorzusehen und damit der Wirtschaft keine weiteren Belastungen aufzubürden.