IHK Hannover

Was ist die IHK?

Was ist die IHK?

Die Industrie- und Handelskammer ist die Selbstverwaltungsorganisation der gewerblichen Wirtschaft. Das IHK-Gesetz hat den Industrie- und Handelskammern die Rechtsstellung einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts gegeben und garantiert ihnen das Recht zur Selbstverwaltung. Das Recht der Selbstverwaltung bedeutet Objektivität und Unabhängigkeit vom Staat.
Die IHK handelt unabhängig und selbständig im Rahmen ihrer durch Gesetz und Satzung festgelegten Aufgaben. Die IHK vertritt die gewerbliche Wirtschaft gegenüber der Regierung und den Behörden, den Parlamenten durch Stellungnahmen, Gutachten, Vorschläge und Berichte (z. B. bei Fragen des innerstädtischen Verkehrs, bei Verordnungs- oder Richtlinenentwürfen der Europäischen Union, bei Gesetzgebungsverfahren auf Bundes- und Landesebene).
Die IHK ist nach dem Berufsbildungsgesetz zuständige Stelle für alle Fragen der Berufsbildung, insbesondere für das Prüfungswesen.
Sie registriert jeden Ausbildungsvertrag in einem Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse und überprüft bei der Eintragung die Eignung des Ausbildungsbetriebes sowie des Ausbilders (nach der Ausbildereignungsverordnung). Die IHK Hannover betreut rund 23.000 Ausbildungsverhältnisse.
Sie hilft, wenn ein Mitgliedsunternehmen Beratung, Vermittlung und Information benötigt.

Wer gehört zur IHK?

Alle Gewerbetreibenden der IHK-Region - mit Ausnahme reiner Handwerksbetriebe - sind IHK-zugehörig.
Gemischtgewerbliche Betriebe gehören mit ihrem nichthandwerklichen Betriebsteil ebenfalls der IHK an, werden aber erst dann beitragspflichtig, wenn ein vollkaufmännischer Geschäftsbetrieb vorhanden ist und der Jahresumsatz des nichthandwerklichen Betriebsteils 130.000 Euro übersteigt.
Für die Zugehörigkeit und Beitragspflicht von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben sowie freien Berufen gilt eine Vielzahl von Sonderregelungen, die Ihnen die IHK auf Nachfrage gern im Detail erläutert.
Zur IHK Hannover gehören mehr als 180.000 Betriebe, davon sind mehr als 40.000 im Handelsregister eingetragen.
Zugehörig sein bedeutet Interessenwahrung, Mitsprache, Wahlrecht und Wählbarkeit für IHK-Organe und praktischer Nutzen durch Einzelservice.

Was tut die IHK für die kleinen Unternehmen?

Wenn ein kleines Unternehmen irgendein Problem hat, findet es in der IHK Fachleute, die helfen, ob Aus- und Weiterbildung, Recht und Steuern oder Umweltschutz. Sie bietet zum Beispiel Unternehmensgründern einen kompletten Informationsservice durch persönliche Beratung, Seminare und schriftliche Unterlagen. Die IHK gibt auch Hinweise, wo und wie staatliche Mittel zu bekommen sind, und berät bei der Wahl der Unternehmensform.

Welchen Einfluß haben kleine und mittlere Unternehmen?

Die IHK-Vollversammlung soll nach dem Willen des Gesetzgebers ein Spiegelbild der IHK-Region sein. Dafür sorgt die Wahlordnung, die den verschiedenen Gewerbegruppen nach ihrer gesamtwirtschaftlichen Bedeutung eine bestimmte Zahl von Sitzen in der Vollversammlung zumisst.

Welchen Vorteil hat denn die Selbstverwaltung?

Die Industrie- und Handelskammern sichern wichtige Grundrechte: die Freiheit der wirtschaftlichen Betätigung und die Gewährleistung des Eigentums. Der Staat sollte nur die Aufgaben wahrnehmen, die die Unternehmen in Selbstverwaltung nicht wahrnehmen können.

Wie wird die IHK finanziert?

Die IHK finanziert sich über Pflichtbeiträge (jährlicher Grundbeitrag und Umlage), sowie über Gebühren und Entgelte bei Inanspruchnahme individuell zurechenbarer Dienstleistungen.
Die Höhe der Beiträge und der Gebührentarif (PDF) werden von der Vollversammlung im Rahmen der Vorschriften des IHK-Gesetzes (PDF) festgesetzt.
Weitere Informationen zu den Beiträgen finden Sie unter FAQ Beitrag.

Wie ist die IHK organisiert?

Der Bereich der IHK Hannover umfasst die Region Hannover und die Landkreise Diepholz, Göttingen, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Northeim und Schaumburg.
In der Arbeit der Industrie- und Handelskammer sollen die Initiativen der Kaufmannschaft, ihre Ideen, ihre Wünsche zum Ausdruck kommen. Das ist nur möglich durch eine enge Mitarbeit der Wirtschaft in der IHK. Mitarbeit kann schon der tägliche Kontakt, ein Anruf oder ein Besuch in der IHK sein, aber auch die ehrenamtliche Mitwirkung in Ausschüssen und anderen Gremien der IHK.
Die Vollversammlung, die als "Parlament" alle vier Jahre direkt von den Mitgliedsunternehmen gewählt wird, bestimmt die Richtlinien der Arbeit. Sie besteht aus 80 Mitgliedern und ist ein Spiegelbild der Wirtschaftsstruktur der IHK-Region. Die Vollversammlung wählt aus ihrer Mitte das Präsidium der IHK. Ihm gehören der Präsident und bis zu 10 Vizepräsidenten an. Die Vollversammlung bestellt auch den Hauptgeschäftsführer. Nach außen wird die IHK gemeinsam vom Präsidenten und Hauptgeschäftsführer vertreten.
Regionale Wirtschaftsausschüsse und Fachausschüsse unterstützen die Arbeit der Vollversammlung und des Präsidiums. Die Geschäfte der Industrie- und Handelskammer führt der Hauptgeschäftsführer. Er richtet sich dabei nach den vom Präsidium aufgestellten Grundsätzen.
Die enge Verzahnung zwischen Geschäftsführung und Unternehmerschaft bedeutet für die zugehörigen Betriebe, für Regierung und Verwaltung: Kaufmännischer Sachverstand und die Erfahrung der Unternehmer in den ehrenamtlichen Gremien, Fachwissen und Sachkunde in den Abteilungen der IHK.