Gewerberecht

Fachkundeprüfung für den Waffenhandel

Der Handel mit Waffen und Munition setzt eine Erlaubnis der zuständigen Behörde (kreisfreie Stadt, Landkreis, große selbständige Stadt) voraus.
Erlaubnis
Die Waffenhandelserlaubnis nach § 21 Waffengesetz ( WaffG) kann entweder für Waffen und Munition aller Art oder nur für einzelne Waffen- und/oder Munitionsarten (siehe Anlage der Allgemeine Waffengesetz-Verordnung – AWaffV) beantragt werden. Sie wird nur erteilt, wenn der Antragsteller die erforderliche Zuverlässigkeit und Fachkunde besitzt. Fachkundig ist, wer die Voraussetzungen für die Eintragung eines Büchsenmacherbetriebes in die Handwerksrolle erfüllt. Außerdem kann der Fachkundenachweis durch Ablegung einer Prüfung vor dem Prüfungsausschuss des Landes Niedersachsen, dessen Geschäftsführung der IHK Hannover übertragen ist, nachgewiesen werden.

Die Ablegung der Fachkundeprüfung ist Teil des Erlaubnisverfahrens, so dass als erster Schritt der Waffenhandelsantrag bei der örtlichen Waffenbehörde (Landkreise und große Städte) zu stellen ist. Die Behörde überprüft die Zuverlässigkeit des Antragstellers und schickt dann eine Antragskopie der IHK Hannover zwecks Abnahme der Fachkundeprüfung zu.

Wer Schusswaffen oder Munition herstellen, bearbeiten oder instand setzen möchte, benötigt eine Waffenherstellungserlaubnis (§ 21 WaffG).
Die in der Prüfung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 WaffG nachzuweisende Fachkunde umfasst ausreichende Kenntnisse
  • der Vorschriften über den Handel mit Schusswaffen und Munition, den Erwerb und das Führen von Schusswaffen sowie der Grundzüge der sonstigen waffenrechtlichen und der beschussrechtlichen Vorschriften,
  • über Art, Konstruktion und Handhabung der gebräuchlichen Schusswaffen, wenn die Erlaubnis für den Handel mit Schusswaffen beantragt ist, und
  • über die Behandlung der gebräuchlichen Munition und ihre Verwendung in der dazugehörigen Schusswaffe, wenn die Erlaubnis für den Handel mit Munition beantragt ist.
Prüfungstermine für 2022:  auf Anfrage