Corona

USA will Reisebeschränkungen im November lockern

Seit Beginn der Corona-Pandemie durften die meisten Europäer die USA nicht mehr besuchen. Und obwohl Einreisen aus den USA auch für die meisten Urlauber seit Juni dieses Jahres nach Europa grundsätzlich wieder möglich waren, hielten die USA an ihrem Travel Ban fest: Noch Ende Juli hörte man aus dem Weißen Haus, dass man angesichts der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante vorerst an allen Reisebeschränkungen festzuhalten würde, die Einreisen für Ausländer aus weiten Teilen Europas, Indien, Chinas, Brasilien, Südafrikas und dem Iran bis auf wenige Ausnahmen untersagte.
Nun will die US-Regierung geimpfte Personen wieder einreisen lassen: Das Weiße Haus gab am 20. September 2021 bekannt, die Reisebeschränkungen für Nicht-Staatsbürger ab Anfang November zu lockern. Grundsätzlich wird eine Einreise aus Deutschland in die USA dann wieder möglich sein – mit einem entsprechenden Einreisedokument (Esta oder Visa), aber ohne Ausnahmegenehmigung (National Interest Exception), die man in dem letzten Jahr benötigte. Voraussetzungen gibt es dennoch – und nicht alle sind bis heute gänzlich ausgearbeitet.
Klar ist, dass alle ausländischen Staatsangehörigen, die aus Deutschland in die Vereinigten Staaten reisen wollen, vollständig geimpft sein müssen, bevor sie ein Flugzeug in die USA besteigen. Von ihnen wird nicht nur der Nachweis über die Impfung gegen Covid-19 gefordert, sondern zusätzlich ein maximal drei Tage alter negativer Covid-Test. Auch sieht der neue Einreiseplan eine weitreichende Kontaktverfolgung ausländischer Reisender vor. Dabei sollen die Daten von Flugpassagieren gesammelt und an staatliche und örtliche Gesundheitsbehörden weitergeben werden, um adhoc Warnungen aussprechen zu können, wenn Kontakte mit COVID-19 vermutet werden.
Die spezifischen Impfstoffe, die einen Reisenden als „vollständig geimpft“ qualifizieren, sind bis heute noch nicht definiert; sollen aber zeitnah vom Center for Disease Control (CDC) festgelegt werden. Gleiches gilt für die Bestimmung zur Erhebung und Speicherung der Kontaktdaten. Ersten Berichten zufolge sollen die Daten zu den reisenden Passagieren einschließlich Telefonnummern und E-Mail-Adressen 30 Tage lang aufbewahrt werden.