Fachkräfte

Studienabbrecher/innen als Auszubildende

Studienabbrechende stellen oft geeignete Bewerber/innen für die duale Ausbildung dar. Viele von ihnen verfügen über persönliche Reife, eine selbstständige Arbeitsweise, gute Allgemeinbildung und theoretisches Fachwissen.

Verkürzung der Ausbildungszeit möglich

Unternehmen können mit Studienabbrechenden eine Verkürzung der Ausbildungszeit vereinbaren.
Bevor Sie entscheiden, ob eine Verkürzung sinnvoll ist und wenn ja, in welchem Umfang, sollten Sie sich über den Leistungsstand der Bewerberin bzw. des Bewerbers ein genaues Bild machen. Denn auch später während der Ausbildung ist eine Verringerung der Zeit unter bestimmten Voraussetzungen möglich, sofern die maximale Verkürzungsdauer noch nicht erreicht ist:
Bitte beachten Sie die jeweilige Mindestausbildungsdauer, die nicht unterschritten werden darf: Bei dreieinhalbjährigen Berufen sind es 24 Monate, bei dreijährigen Berufen 18 Monate und bei zweijährigen Berufen 12 Monate.
Nähere Auskunft zu den Verkürzungsmöglichkeiten und über den Ablauf einer verkürzten Ausbildung gibt Ihnen Ihr/e zuständige/r IHK-Ausbildungsberater/in.

Recrutierungsmöglichkeiten

IHK-Lehrstellenbörse
Wenn Sie an Studienabbrechenden für Ihre Ausbildungsplätze interessiert sind, können Sie Ihre freien Stellen in der IHK-Lehrstellenbörse einstellen und dies bei der Ausschreibung Ihrer Ausbildungsplätze dort direkt vermerken. Sie haben außerdem die Möglichkeit, in der Lehrstellenbörse nach geeigneten Jugendlichen zu suchen.

Projekt "Umsteigen statt Aussteigen"
(für Region Hannover, Landkreise Hildesheim, Nienburg und Schaumburg)
Das Projekt "Umsteigen statt Aussteigen" der Region Hannover, bei dem unter anderem die IHK Hannover Projektpartner ist, soll Unternehmen und Studienumsteiger/innen zusammenführen. Als Unternehmen können Sie sich dort direkt melden und sich mit Ihren Ausbildungsplatzangeboten auf eine Liste für Angebote für Studienabbrechende setzen lassen.

Weitere Kontaktmöglichkeiten
Außerdem haben Sie die Möglichkeit, weitere Ausbildungsplatzbörsen oder Social Media-Kanäle zu nutzen. Des weiteren können Sie Kontakt zur regionalen Arbeitsagentur oder zum regionalen Jobcenter aufnehmen, da diese Institutionen in der Regel etliche Angebote für Studienabbrechende bereit halten, sie beraten und häufig auch in freie Ausbildungsplätze vermitteln.
Möglicherweise kann zudem die unmittelbare Kontaktaufnahme zu Hochschulen hilfreich sein.

Tipps des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung
Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa), stellt umfangreiche Informationen für kleine und mittlere Unternehmen zusammen, um sie bei der Auswahl, Planung und Umsetzung passender Maßnahmen zur Personalarbeit zu unterstützen.
Auch zum Thema Recrutierung von Studienabbrecher/innen sind verschiedene Möglichkeiten auf der Kofa-Website erläutert.