PRAXISWISSEN Die gesetzlichen Renten und Krankenversicherungen sind selbstverwaltet das heißt dass sie von den Einzahlern also Arbeitnehmer und Rentner sowie Arbeitgeber kon trolliert werden Das machen gewählte Parlamente die paritä tisch besetzt sind Eine Hälfte der Sitze wird von der Arbeitneh merseite gewählt die andere Hälfte von der Arbeitgeberseite be setzt Wer darf wählen Jeder der schon einmal in die Rentenversicherung ein zahlt hat Bei den Krankenkassen wäh len die Mitglieder also alle die Beiträge zahlen Familienversicherte ohne eigene Beitragszahlung dürfen entsprechend nicht wählen Die Staatsangehörigkeit spielt keine Rolle Das Mindestalter liegt bei 16 Jahren Um welche Versicherungen geht es Einerseits sind dies die Vertreterversammlungen der Deutschen Rentenversicherung auf Bundesebene und im Saarland sowie andererseits die Ver waltungsräte der sogenannten Ersatzkassen Zu diesen gehören beispielsweise die KKH die TK oder die DAK Wer wird gewählt Nicht einzelne Personen sondern Listen Das bedeutet dass sich unterschiedliche Gruppen zur Wahl stel len die entweder einer bestimmten Organisation Gewerkschaf ten Krankenkassen etc zuzuordnen sind oder sich aus gänzlich unabhängigen Personen zusammensetzen Bei der Vertreterver sammlung der Rentenversicherung Bund stehen beispielsweise zwölf Listen zur Wahl Die Listen auf die bei der Wahl die meisten Stimmen entfallen erhalten entsprechend die meisten Plätze in den jeweiligen Parlamenten Die Sozialwahl ist eine Briefwahl Alle Wahlberechtigten er halten ihre Stimmzettel per Post und müssen sie damit sie gültig sind bis zum 31 Mai zurücksenden Es gibt viele gute Gründe sich an der So zialwahl zu beteiligen Die Selbstverwalter wählen und kontrollieren die hauptamtliche Verwaltung und sorgen dafür dass die Interes sen der Versicherten gewahrt bleiben Die ge wählten Vertreter kontrollieren die Finanzen der Sozialversicherungsträger Bei der Ren tenpolitik werden zwar die großen Entscheidungen Rentenein trittsalter höhe und beitrag per Gesetz festgelegt aber ande re Fragen beispielsweise das Angebot an Beratungsstellen oder Rehabilitationen die Überprüfung von Einsprüchen gegen Ren tenbescheide unterliegen der Selbstverwaltung Die Krankenkas sen bestimmen in ihrer Selbstverwaltung unter anderem über ih re Satzungsleistungen zum Beispiel ob Reiseschutzimpfungen übernommen werden Dr Mirko Daniel Hoppe hoppe hannover ihk de Es ist wieder soweit Seit 1953 findet alle sechs Jahre eine Sozialwahl statt Warum eigentlich Sozialwahl was ist das denn ALBERT FISCHER HAUSBAU GmbH Heilswannenweg 53 31008 Elze Telefon 05068 9290 46 E Mail service af gewerbebau de Hallen und Industriebau ü individuelle Hallentypen ü Bauzeitgarantie ü durchdacht geplant mit unserem Architekten Team Bauen mit Freude fair beraten einzigartig planen bewährt bauen www af gewerbebau de 53 Anzeige

Vorschau Niedersächsische Wirtschaft Mai 2017 Seite 53
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