WELTWEIT 45 sche Firmen die mit Niederlassungen in Subsahara Afrika vertreten sind alles ei ne Frage der eigenen Geschäftskultur und Konsequenz in der Umsetzung Aber es bleibt trotz allem ein hartes Pflaster und Geschäfte machen kann nur wer versteht welchen Themen man sich in Subsahara Afrika besonders widmen muss Es bleibt bei den Empfehlungen die afrikainteressierte Unternehmen schon des Öfteren gehört haben gute Vorbe reitung und Analyse viel Zeit und vor al len Dingen mehrere Besuche vor Ort ein planen die Beziehungsebene hegen und pflegen Finanzierungen falls möglich mitbringen oder unterstützen Geschäfte absichern lassen und Geschäftspartnern auf Augenhöhe begegnen Und vor allen Dingen Auf die eigene Intuition hören Den schnellen Euro wird man auch in Sub sahara Afrika nur in absoluten Ausnah mefällen verdienen Man sollte nicht da von ausgehen dass hier Projekte laufen die in Deutschland gescheitert sind viel mehr sollte man diesen Märkten und Ge schäftstreibenden genauso begegnen wie man es bei sich zu Hause gewöhnt ist und selber wünschen würde Besonders in dieser Region bleibt die deutliche IHK Empfehlung die örtli che Auslandshandelskammer oder an dere versierte Berater von Anfang an in Projekte mit einzubinden Das Angebot an sinnvollen Dienstleistungen ist da von der Überprüfung potenzieller Geschäfts partner die Kollegen machen sogar vor Ort Checks bis hin zur Suche passender Geschäftspartner und der Begleitung zu Gesprächs und Verhandlungsterminen fast alles ist möglich in den meisten Fäl len lohnt sich die Investition Afrika ist kein Land Afrika kann man nicht kennen Man kann versuchen sich dem Geschäftsgebaren der Kultur oder der Geografie einzelner Länder anzu nähern Was für ein Land gilt gilt meist noch nicht einmal für angrenzende Nach barländer Ostafrika ist ein gutes Beispiel Wer einmal Geschäfte in Kenia gemacht hat wird schnell merken das Tansania komplett anders tickt und das ist auch der Eindruck den die Delegation nieder sächsischer Unternehmer unter Leitung von Staatssekretärin Daniela Behrens aus dem niedersächsischen Wirtschaftsmi nisterium bekommen hat die im Februar Nairobi und Daressalam besucht haben Kenianer sind geschäftsorientiert Die Außenwirtschaftsförderer von Ger many Trade Invest GTAI gehen in Ke nia von einem Wirtschaftswachstum von 6 Prozent in Tansania bei gerin gerem Ausgangsniveau von 7 Prozent für 2017 aus Branchenübergreifend be stehen Chancen allerdings bestätigt der GTAI Korrespondent vor Ort Martin Böll dass sich in Kenia die für afrikanische Verhältnisse guten Rahmendbedingun gen in den letzten Jahren nicht weiter verbessert haben Von Stagnation ist die Rede Böll verwandt mit dem Schriftstel lers und Nobelpreisträger Heinrich Böll kennt die Region Seit nunmehr zwölf Jahren berichtet er aus Nairobi und hat die Entwicklung Ostafrikas selbst erlebt Besonders das Thema gute Regierungs führung hat sich nun wieder zum Pro blem entwickelt Projekte bei denen Re gierungsinstitutionen benötigt werden können nur mit viel Zeit und Engagement voran gebracht werden In der Privatwirt schaft sieht das anders aus die Kenianer gelten als überaus business driven ge schäftsorientiert das hört man immer wieder und das ist auch der Eindruck den man von der modern anmutenden Me tropole Nairobi und den schnell wach senden gewerblich industriell geprägten Vororten bekommt Hier gibt es funkti onierende Ansätze für die Wertschöp fungsketten die wenn sie endlich voll ständig in Afrika aufgebaut sein mögen den Kontinent retten sollen Unterneh men wie der Getränke und Snackprodu zent Kevian nutzen deutsche Maschinen um auf hohem Niveau zu produzieren und das mit Erfolg Aber auch ohne mo derne Maschinen dafür mit viel händi scher Manpower kann auf westlichem Niveau produziert werden So gesehen bei Meru Greens die Gemüse aus kenia nischer Produktion einmachen und in Glä sern und Konserven an die französische Supermarktkette Carrefour liefern inklu sive des französischen Etiketts Deutsche Discounter sollen folgen und das Interes se ist groß allerdings fehlt hier das Geld um ein notwendiges Röntgengerät zu be schaffen eine vorab Durchleuchtung der Ware ist bei vielen deutschen Abnehmern Pflicht Da wären wir wieder beim Thema Finanzierung mitbringen Auch Daressalam wirkt auf den ersten Blick modern und kosmopolitisch Hoch häuser Leuchtreklame Stau Aber dem versierten Ostafrikabesucher fällt sofort auf dass hier alles ein wenig beschauli cher als in Nairobi zugeht Experten sagen Gemüsesortierung bei Meru Greens im kenianischen Athi River Ma ra h Ko be rle lesen Sie bitte weiter auf Seite 46 Blick auf den Indischen Ozean bei Daressalam oben Staatssekretärin Daniela Behrens trägt sich ins Gästebuch des größten kenianischen Getränke herstellers Kevian ein unten To ni o Bo er 4

Vorschau Niedersächsische Wirtschaft Mai 2017 Seite 45
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