WELTWEIT 44 Niedersächsische Wirtschaft Ausgabe 5 Mai 2017 Sometimes Germans seem shy to present their excellent products and services but this really is the time to enter the Kenyan market Dieser Satz hat sich bei mir ein gebrannt Deutsche Unternehmen sind zögerlich aber jetzt ist die Zeit für Kenia für Afrika Der Satz hat sich eingebrannt weil es das ist was ich bei Verhandlungen zwischen deutschen und ostafri kanischen Unternehmen genauso erlebe Und weil hier der afrikanische Geschäftsführer von B Braun Melsungen auf den Punkt bringt was unser Pro blem mit Subsahara Afrika ist Es fehlt häufig ein ernsthaftes Bekenntnis zur Marktbearbeitung und es wird unterschätzt wie wichtig die Beziehungse bene und das gute Gefühl bei Verhandlungen ist Afrika kommt das propagieren alle namhaf ten Wirtschaftsinstitutionen rauf und runter Und zwar seit Jahren Ölkrise Währungsschwankun gen Korruption Alles nur relativ im Vergleich zu den wahnwitzigen Gewinnmargen die mutige Un ternehmer mitnehmen können Und das tut man cher auch allerdings viel zu wenig deutsche Un ternehmen Subsahara Afrika ist so wie es ist und es wird sich kurz und mittelfristig nicht maßgeb lich verändern Und trotzdem sind in genau die sem Zustand Marktchancen da vom reinen Liefer geschäft über Dienstleistungserbringung bis hin zur Produktion vor Ort Made in Germany lässt sich eben auch ohne große Marktkenntnis und gold silber funkelnde Präsentation gut verkaufen Auch in Subsahara Afrika Es gibt Infrastruktur meist in den großen Städten es gibt hoch qualifi zierte Fachkräfte der Wettbewerb um sie ist aller dings groß und bei Facharbeitern wie wir sie ken nen sieht es zugegebenermaßen schlecht aus Es gibt Rechtssicherheit sofern man sich an das Ge setz hält und einen langen Atem hat und es geht auch ohne Korruption bestätigen unisono deut Wann kommt jetzt endlich Afrika Eigentlich ist der Kontinent schon immer da und wie weit er ist bleibt eine Frage der Perspektive Und des jeweiligen Landes in dem man sich bewegt IHK Referent Tonio Boer war in diesem Frühjahr für insgesamt fünf Wochen in Kenia und Tansania Hier sein Bericht Zeit für Afrika

Vorschau Niedersächsische Wirtschaft Mai 2017 Seite 44
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