VOR ORTAusgabe 5 Mai 2017 Ch ris to ph M is ch ke Gesetzliche Klarheit Die Frage der Sonntagsöffnungen hat sich zugespitzt Kurzfristig erzwungene Absagen verkaufsoffener Sonntage sorgen für Verunsicherung Enttäuschte Kunden Vergebliche Planungen und Kosten der Vorbereitung Handelsunternehmen bangen um einen wichtigen Teil ihres Umsatzes Mitarbeiter verzichten auf vielleicht schon eingeplantes Einkommen Je nach Streitlust der Beteiligten gibt es offenbar auch regional große Unterschiede und manche Händler in Stadtrandlagen haben plötzlich Wettbewerbsnachteile gegenüber ihren Nachbarn Wie haben Sie diese Entwicklung wahrgenommen Das Thema Ladenöffnung wird derzeit besonders emotional erlebt Das liegt in der Natur der Sache denn je nach Blickwinkel wird die Frage nach dem Sonn tagseinkauf ganz unterschiedlich bewertet Befürworter und Gegner der Ein zelhandel Gewerkschaften und Kirchen die Beschäftigten und nicht zuletzt die Kunden alle haben ihre ganz eigene Meinung hierzu An dem Tau der La denöffnung wird kräftig nach allen Seiten gezogen Angesichts der Diskussionen um die Sonntagsöffnung richten sich die Erwartungen auf das neue Ladenöffnungsgesetz an dem gerade gearbeitet wird Fragen an Dirk Schröder im Sozialministerium dafür zuständig Dirk Schröder Wochenende gewinnt an Bedeutung Stuttgart hat bei der aktuellen Passan tenfrequenzzählung von Engel Völ kers in diesem Jahr den Top Standorten München Neuhauserstraße 15 248 Pas santen und Köln Schildergasse 15 089 den Rang abgelaufen Hannover platzier te sich mit der Georgstraße 14 189 Pas santen und damit auf Rang vier bundes weit sowie der Bahnhofstraße 8208 zwei Mal unter den Top 20 der deutschen Einkaufsmeilen mit mehr als 7000 ge zählten Passanten Nur Hamburg und München bringen es auf drei Nennun gen in der Spitzengruppe Zwei hochfre quentierte Einkaufsstraßen haben neben der niedersächsischen Landeshaupt stadt noch Köln Frankfurt Dortmund Düsseldorf und Berlin Für eine Überra schung unter den Top 10 sorgte Freiburg Dort wurden in der Kaiser Joseph Stra ße 9594 Passanten pro Stunde gezählt Interessant aus Sicht von Engel und Völkers der direkte Vergleich zwi schen den Dienstags und Samstags ergebnissen also statistisch den um satzschwächsten und umsatzstärksten Wochentagen im stationären Einzelhan del Danach wurden am Samstag insge samt rund 89 Prozent mehr Passanten an den 36 Standorten gezählten als am Dienstag Das Einkaufserlebnis am Wo chenende mit Events und gastronomi schen Angeboten in Kombination mit einer attraktiven Innenstadt gewinne weiterhin an Bedeutung so Dr Maike Brammer Leiterin Research bei Engel Völkers in Hamburg Brammer hob neben dem Wetter auch ein gelungenes Stadtmarketing und belebende Veranstaltungen als Einfluss faktoren auf die Passantenfrequenz her vor Insgesamt wurden in diesem Jahr an 85 Prozent aller erfassten Zählor te höhere Werte als im Vorjahr ermit telt Neben frühlingshaften Temperatu ren macht die Immobilienexpertin auch eine bundesweite Marketingaktion Gla mour Shopping Week für die Zunahme verantwortlich 14 Niedersächsische Wirtschaft

Vorschau Niedersächsische Wirtschaft Mai 2017 Seite 14
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