JaNuar 2016 te Im vergangenen Jahr hat er mit sei nem Freund und mitstreiter Jens hölzel rund 25 000 Liter Bier in den Kellerräu men seines Wohnhauses gebraut nach der arbeit am abend wohlgemerkt Denn der heute 40 jährige Industrie meister arbeitet hauptberuflich in der Qualitätssicherung eines mittelständi schen unternehmens Weil die Nachfra ge nach ihrem robens Kerkerbräu und den weiteren sorten weiter steigt habe er zuletzt schon überlegt ob einer von ihnen es hauptberuflich machen sollte Kathöwer glaubt dass das reinheitsge bot die weitere entwicklung der Bierviel falt in Deutschland eher behindert habe Ihn reizt es interessante Biere herzu stellen er würde gern mit weiteren na türlichen Zutaten experimentieren zum Beispiel mit Früchten und Gewürzen et wa 55 Prozent ihres absatz machen sie mit ihrem Pilsener Bier das nach rein heitsgebot gebraut ist Doch letztlich sind robert Kathöwer und Jens höl zel im gesamten Biermarkt einer von vielen winzigen Nischenanbietern de nen es nicht so sehr schadet wenn ei nes ihrer besonders geschmackvollen Biere einmal nicht viele abnehmer fin det Große Brauereien müssen dagegen massentaugliche Biere herstellen Wir können keinen Kreativitätspreis gewin nen Wir orientieren uns mit unseren Bieren an den Wünschen der Kunden sagt Lothar Gauß vom einbecker Brau haus mit einem Bierabsatz von 664 000 hektolitern sind die einbecker heu te nach Jever Pilsener Niedersachsens zweitgrößte Brauerei gemessen am Bier ausstoß Die einbecker Brauhaus aG hat in den zurückliegenden Jahren einige andere Brauereien übernommen ende der achtziger Jahre bereits das Göttin ger Brauhaus 1997 die martini Braue rei aus Kassel und vor gut zwei Jahren härke aus Peine Das börsennotierte un ternehmen mit mehr als 600 Jahre al ter Brautradition blickt nach einigen schwierigen Jahren derzeit wieder zu versichtlicher in die Zukunft allein im Jahr 2011 hatte die aktiengesellschaft fast vier mio euro Verlust gemacht was zu einer Kaptalerhöhung und dem ein stieg der Ireks Gruppe aus Kulmbach anzeige Moritz Renken prüft den Geruch des Biers führte Die Wachstumsstrategie hat im rückläufigen markt nicht so gefruchtet wie gedacht erklärt Gauß heute Dabei hat sich das einbecker Brau haus noch gut geschlagen seit 2012 werden wieder steigende Gewinne er wirtschaftet zuletzt lag der Überschuss bei 333 000 euro In den letzten andert halb Jahren wurden in einbeck rund 15 mio euro investiert zum Beispiel in eine zweite abfüllanlage und die erweiterung einer bestehenden ein Zeichen innerer stärke sagt Gauß ausgezahlt hätten sich zuletzt aber vor allem die Investi tionen in die marke einbecker die seit 2010 jünger dynamischer und frischer geworden sei Gut zwei Drittel des aus stoßes entfallen auf die stammmarken zu der auch das einbecker Brauherren Pils gehört Jetzt sind wir für die stür me die auf die Branche in den nächsten Jahren zukommen gut gewappnet Die Craft Bier Bewegung beobachten die einbecker übrigens überhaupt nicht mit sorge im Gegenteil Die höheren Preise die Verbraucher für Craft Biere bezah len machten es auch einbecker leich ter für seine handwerklich hergestell ten Biere hoher Qualität höhere Preise zu verlangen Dass es auch anders kommen kann zeigen die Beispiele aus schaumburg und hannover wo Traditions Brauerei en in den vergan genen Jahren In solvenz anmelden mussten Die her renhäuser Braue rei traf es im Jahr 2010 seit gut fünf Jahren gehört die Brauerei nun der u nte r n e h m e r fa milie schulz haus brandt aus Wit tingen In den letzten fünf Jah ren ist es Christian schulz hausbrandt als geschäftsfüh rendem Gesell schafter gelungen die hannoversche Brauerei wieder zu alter stärke zu rückzuführen seit Juli 2015 zusammen mit seinem Bruder axel als Geschäfts führer und Gesellschafter Wir wuss ten dass die marke herrenhäuser ei ne Perle ist waren dann aber doch über die tiefe Verwurzelung in der region er staunt sagt Christian schulz haus brandt Die intakte marke sei entschei dend für die gelungene sanierung des unternehmens in den letzten Jahren ge wesen seit 2010 haben die Brüder den Jahresausstoß von 89 000 auf knapp 130 000 hektoliter im Jahr 2014 gestei

Vorschau Niedersächsische Wirtschaft Januar 2016 Seite 37
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