Niedersächsische WI R TS CH A F T 14 15 Vor ort Die ersten Reaktionen zur Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms RROP für die Region Hannover liegen auf dem Tisch Die IHK Hannover hat sich vor allem beim Verkehr und bei der Rohstoffgewinnung kritisch zu Wort gemeldet RROP noch mit Arbeitsbedarf Im Entwurf des Regionalen Raumord nungsprogramms RROP für die Re gion Hannover wird aus IHK Sicht die Notwendigkeit einer leistungsfähigen Stra ßenverkehrsinfrastruktur zu wenig berück sichtigt Schon in den allgemeinen Fest legungen des RROP werden Vorbehalte gegen den Straßenverkehr ebenso deut lich wie das Ziel den Pkw Verkehr we sentlich zu verringern Gegenüber dem Landesraumordnungsprogramm das er klärtermaßen mit einer integrativen Ver kehrsplanung einer darauf abgestimmten Siedlungsentwicklung und einer Optimie rung des Personen und Güterverkehrs flä chendeckende Mobilität sichern und er halten will steht im RROP Entwurf dass mit integrierter Verkehrsplanung Verkehr vermieden und verlagert werden soll Da mit konkretisiert das Regionale Raum ordnungsprogramm nicht die Landespla nungen sondern kommt zu einer ganz anderen Aussage Aber auch wenn sich die Politik das anders wünscht Die Bedeutung des moto risierten Individualverkehrs und des Stra ßengüterverkehrs ist für die Wirtschaft herausragend 80 Prozent der Güterver kehrsleistung finden in Deutschland auf der Straße statt Selbst beim Personenver kehr in der Region Hannover die über einen gut ausgebauten ÖPNV verfügt hat der Pkw einen Anteil von rund 50 Prozent Al le Prognosen gehen für die nächsten Jah re von deutlichen Zuwächsen im Güterver kehr und auch beim Personenverkehr aus Letzteres wird im Entwurf des RROP aller dings nicht berücksichtigt Die IHK warnt deshalb dringend vor verkehrsbeschrän kenden Maßnahmen Die würden die Zie le eines leistungsfähigen Verkehrssystems und eines attraktiven Wirtschaftsstandorts konterkarieren Man kann sich nicht über die hohen Beschäftigungszuwächse im Lo gistikbereich freuen die dafür notwendige Infrastruktur aber verweigern Natürlich ist es sinnvoll und notwen dig die Umweltverträglichkeit des Ver kehrs zu verbessern Dazu gehören aber nicht nur Fuß und Radverkehr sowie der ÖPNV sondern alle Verkehrsmittel mit um weltfreundlichen Antrieben Aus Sicht der IHK muss es gerade in einer Region die als Schaufenster Elektromobilität ausgewählt wurde Ziel sein den Anteil jeder Art um weltfreundlicher Mobilität zu erhöhen Überraschend ist dass der Vorrang des ÖPNV in Hannover im RROP Entwurf auf geführt wird In der üblichen Systematik ist dies kein raumordnerisches Ziel sondern lediglich eine Maßnahme Damit wird der ÖPNV Vorrang auf hoher Ebene verankert wobei der Entwurf nur den Vorrang gegen über dem motorisierten Individualverkehr sprich Pkw sieht De facto bedeutet das aber auch einen Vorrang vor Fahrrä dern und Fußgängern Eine kompromisslo se Bevorrechtigung des ÖPNV mit einem Verkehrsanteil in Hannover von rund 20 Prozent richtet sich gegen die Mobilitäts bedürfnisse von 80 Prozent der Verkehr steilnehmer Die wartenden Fußgänger an Ampeln können das bestätigen Aus IHK Sicht stellt sich die Frage wa rum unter den im Entwurf aufgeführten Straßenbauprojekten die B 442 Neustadt a Rbge die B 65 Ilten oder die B 65 Sehn de fehlen Sie wurden von der Region für den aktuellen Bundesverkehrswegeplan zur Prüfung angemeldet entsprechend sollte sich auch das RROP dazu bekennen Zu begrüßen ist dass Wasserstraßen und Häfen im neuen RROP ein deutlich um fangreicheres Kapitel zugedacht wird wo durch die Bedeutung der Häfen und der tri modalen Standorte betont wird Bei der Rohstoffgewinnung weist die IHK darauf hin dass die Bauwirtschaft in der Region immer öfter auf Engpässe stößt VON JOcHEN JANßEN UND FRANK WAGNER Die Vollversammlung der IHK Han nover hat am 7 Dezember be schlossen für die Jahre 2016 bis 2018 einen Weiterbildungsfonds aufzule gen Dabei sind 2 Mio Euro 600 000 Euro für 2016 und jeweils 700 000 Eu ro für die Jahre 2017 und 2018 für die Bezuschussung von Lehrgängen vor gesehen Die Förderbedingungen sind rela tiv einfach Unternehmen die zur IHK Hannover gehören können mit einem Formular für einen Firmenmitarbeiter einen Zuschuss zu einem Kurs beantra gen Hierbei ist es gleich wer die Quali fizierung besucht Jeder vom Auszubil denden bis zum Geschäftsführer oder Inhaber kann von dem Programm pro fitieren Wichtig ist dass das Antrags formular vor Lehrgangsbeginn der IHK zugeht und dass es sich um eine berufs bezogene Qualifizierung handelt die mindestens 200 Euro netto kostet In nerbetriebliche Maßnahmen die durch Externe durchgeführt werden und be rufsbezogene Fremdsprachenkurse können auch gefördert werden Besondere Förderschwerpunkte sollen die berufliche Qualifizierung von Flüchtlingen sowie Kurse die die Digita lisierung der Wirtschaft voranbringen sein Hier gibt es eine Förderung von 75 Prozent der Lehrgangskosten Bei allen anderen berufsbezogenen Kur sen beträgt der Zuschuss 50 Prozent Bei Berechnung des Zuschusses wer den Lehrgangskosten mit maximal 40 Euro pro Unterrichtsstunde berücksich tigt Pro Jahr kann ein Unternehmen maximal 3000 Euro erhalten Nicht för derfähig sind Qualifizierungen und Trai nings die der Erholung der Unterhal tung oder der sportlichen Betätigung und sonstigen privaten Zielen dienen der Erwerb und Erhalt von Führerschei nen aller Klassen und Fahrerlaubnis se sowie die Teilnahme an coaching Supervision Messen Kongressen und Fachtagungen Ausgeschlossen sind auch alle gesetzlich vorgeschriebenen Qualifizierungen Prüfungsgebühren und entgelte sowie Reise Übernach tungskosten und Verdienstausfälle Informationen zum neuen Weiterbil dungsfonds der IHK Hannover finden Sie auf der Website der IHK www hannover ihk de weiterbildungsfonds IHK unterstützt Weiterbildung Energie Effizienzpreis 2016 bewerben Sie sich jetzt Wir prämieren Ihre Effizienzprojekte mit insgesamt 30 000 Euro Energieeffizienz zahlt sich aus enercity und Partner küren die besten Projekte in drei verschiedenen Kategorien mit dem enercity Energie Effizienzpreis für Norddeutschland Unternehmen und Institutionen können sich bis zum 31 Januar 2016 bewerben Alle Infos finden Sie unter www enercity de energieeffizienzpreis

Vorschau Niedersächsische Wirtschaft Januar 2016 Seite 14
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