46 47 vor ort Kurz vor dem Höhepunkt der Sommersaison bringt das Tourismusbarometer Niedersachsen einen unangenehm kühlen Hauch Es kamen zwar mehr Gäste aber das niedersächsische Plus ist im Bundesvergleich unterdurchschnittlich Investitionen und Ideen sollen für mehr Dynamik sorgen so der Sparkassenverband als Initiator der jährlichen Branchenuntersuchung Dynamik gefragt Von Klaus Pohlmann Dem Rekord an Übernachtungen in niedersachsen von 40 4 mio im Jahr 2014 steht ein mangel an Investitionen für die Zukunft gegen über Das sagte Thomas mang Präsi dent des sparkassenverbandes nie dersachsen bei der Vorstellung des Tourismusbarometers im Juni in han nover Die Wettbewerber ziehen an niedersachsen vorbei was die Dyna mik angeht so mang Er wünscht sich mehr Ideen Innovationen und Investi tionen im Tourismus Während nieder sachsen bei den Übernachtungszahlen um 1 3 Prozent zulegte lag der Bundes schnitt bei 3 Prozent laut Tourismusbarometer hat die nachfragedynamik erneut an Fahrt ver loren trotz langer und sonnig warmer saison 2014 und die Zugpferde des nie dersächsischen Tourismus fanden sich nicht im Bereich der IhK hannover Das oldenburger land verzeichnete 6 9 Pro zent Zuwachs ostfriesland ohne Inseln 5 6 Prozent die nordseeküste 3 Prozent Bei den absoluten Zahlen hatte die nord seeküste die nase mit 218 000 zusätzli chen Übernachtungen vorn Die studie des sparkassenverbandes macht auch ei ne ursache aus Die Erschließung auslän discher Quellmärkte sei ins stocken ge raten in niedersachsen stagnierten die Zahlen dagegen seien sie woanders oft weiter Wachstumsmotor Der anteil aus ländischer Gäste in niedersachsen sei nur halb so hoch wie in Deutschland ins gesamt 17 8 Die Tourismusforscher weisen aber auch auf ansätze hin mit denen gegen gesteuert werden könnte norderney langeoog und Borkum und die nord seeküste hätten sich mit Thalasso pro filiert setzen also im Tourismus auf die heilkräfte des meeres Positiv wird noch mal norderney hervorgehoben mit dem im Februar eröffneten Watt Welten haus in dem über das Weltnaturerbe Watten meer informiert wird Der erste Baum wipfelpfad niedersachsens hat im harz eröffnet Bad harzburg 100 000 Besu cher im Jahr sind zu erwarten In der ski welt harz kooperieren seit 2014 alle zehn skigebiete und betreiben gezieltes mar keting als richtigen schritt zur Erschlie ßung von auslandsmärkten sieht das Tourismusbarometer auch die diesjähri ge Kampagne der Tourismusmarketing niedersachsen Gmbh Tmn zum Weltna turerbe Wattenmeer in der schweiz die vom Wechselkurs begünstigt wurde Die se und weitere highlights und Initiativen seien dringend nötig um den Tourismus in niedersachsen wieder in die Erfolgs spur zu bringen Wie sieht es bei der Freizeitwirtschaft aus Im vergangenen Jahr strömten 3 2 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr in die niedersächsischen Zoos Thermen schlösser und andere Erlebniseinrich tungen sonderausstellungen angebots erweiterungen und Investitionen sowie Veranstaltungen brachten neue Impulse seit 2009 habe sich die niedersächsische Freizeitwirtschaft eine solide ausgangs lage für zukünftiges Wachstum erarbei tet das land liege im Wettbewerbsver gleich der Küstenbundesländer vorn Investitionen und Innovationen zeigen Wirkung erhöhen aber auch den Wettbe werbsdruck im land denn die nachfra ge verteile sich auf immer mehr Einrich tungen Die Kostenbelastung der Betriebe hat sich nach Daten des sparkassenverban des niedersachsen entspannt auch in niedersachsen geben viele Betriebe im mer mehr Geld in ihr Personal wohinge gen die Kosten für den Wareneinkauf ge messen am anteil des umsatzes sinken Damit gewinnt der service noch mehr an Bedeutung so Dr manfred Zeiner Ge schäftsführer der münchner dwif Consul ting Gmbh Die Beratungsfirma arbeitet im umfeld des Deutschen Wirtschaftswis senschaftlichen Instituts für Fremdenver kehr an der uni münchen und erstellt das Tourismusbarometer Dwif Geschäftsfüh rer Zeiner bezeichnet eine moderate Prei sanhebung als zielführend um den Be triebserfolg langfristig zu verbessern Er wies auch auf die hemmnisse hin die die Erwartungen der Branche deutlich ver schlechtert hätten steigende arbeits kosten zunehmende Bürokratisierung und der Fachkräftemangel Jeder sechste ausbildungsplatz im Gastgewerbe bleibt in niedersachsen schon jetzt unbesetzt niedersachsen darf sich in puncto Quali tät nicht weiter abhängen lassen auch bei der Gästezufriedenheit ist noch deutlich luft nach oben so Zeiner Ebenso mache ihm der Rückgang an klassifizierten Feri enhäusern und wohnungen sorge Investitionen sind die entscheiden den stellschrauben für Innovationen niedersächsische Wirtschaft

Vorschau Niedersächsische Wirtschaft Juli/August Seite 46
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