Donnerstag, 9. Februar 2012

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    Verkehrsstudie Hannover: Nadelstiche gegen das Auto

    Die aktuelle IHK-Studie „Verkehr in Hannover: Anforderungen an die Verkehrspolitik und die Verkehrsinfrastruktur“ zeigt Probleme und Engpässe im Verkehrssystem der Landeshauptstadt auf. Ergebnis: Die Landeshauptstadt setzt kompromisslos auf den öffentlichen Nahverkehr, Pkws werden schlichtweg ausgebremst.

    Gemeinsam mit Unternehmern und in Abstimmung mit Vertretern des Tiefbauamtes hat die IHK Hannover in ihrer Untersuchung die Verkehrsinfrastruktur, den Verkehrsablauf sowie die Erreichbarkeit ausgesuchter Standorte in Hannover analysiert. Ziel der Studie war, die Probleme und Engpässe im Verkehrssystem der Landeshauptstadt offen zu legen. Die Analyse der Ergebnisse zeigt, dass die oft einseitige Bevorzugung des ÖPNV gegenüber dem motorisierten Individualverkehr zum Teil zu nicht akzeptablen Ergebnissen für die Wirtschaft führt.

    Beispielsweise bremsen Busse, die zum Fahrgastwechsel auf der Fahrbahn (an sogenannten Buskaps) halten, den Verkehr auf der Straße in unnötiger Weise aus: Durch die ÖPNV-Vorrangschaltung an Ampeln können Busse und Bahnen der Üstra in die Ampelschaltung eingreifen und eine eigene Grünphase anfordern. Oft erfolgt diese Anforderung jedoch zu früh, wenn der Bus/die Bahn noch nicht abfahrbereit ist. Und da in der Regel keine Abmeldung erfolgt, steht der Verkehr unnötiger Weise minutenlang still, obwohl der Bus/die Bahn die Kreuzung längst passiert hat.

    Schlimmer noch als der Zeitverlust ist die Beeinträchtigung oder gar komplette Abschottung von Standorten für den Autoverkehr. Eine Verschlechterung in der Erreichbarkeit mit dem Auto, wie zum Beispiel durch die Einrichtung einer Fußgängerzone in der Limmerstraße in Hannover-Linden, kann ein Unternehmen stark schädigen oder gar zur Aufgabe zwingen. In der Limmerstraße mussten die Unternehmen durch die Sperrung Umsatzverluste von bis zu 30 Prozent hinnehmen.

    Die IHK hat eine Liste mit Vorschlägen zur Verbesserung der Verkehrssituation erarbeitet. Neben konkreten Forderungen zu einzelnen Standorten ist das wichtigste Anliegen der IHK die Änderung der politische Vorgaben für die städtische Verkehrspolitik. Das Auto ist das wichtigste innerstädtische Verkehrsmittel - die Politik muss das berücksichtigen und der städtischen Verkehrspolitik einen neuen, gerechteren Fokus geben. Mit einer Liste konkreter Forderungen zur Verbesserung der Verkehrssituation setzt sich die IHK für eine ausgewogenere, wirtschaftsverträgliche Verkehrspolitik und ein integriertes Miteinander ein. Der Forderungskatalog soll als Arbeitsgrundlage für einen konstruktiven Dialog mit der Stadt dienen.

    Die Studie „Verkehr in Hannover: Anforderungen an die Verkehrspolitik und die Verkehrsinfrastruktur“ ist momentan leider vergriffen. Sie steht als Download im Internet (5,4 MB) zur Verfügung.

    Weitere Information: IHK Hannover, Industrie und Verkehr, Annika Postel, Tel. (0511) 3107-412 oder Frank Wagner, Tel. (0511) 3107-274, Fax (0511) 3107-430.

    Annika Postel, E-Mail: postel(at)hannover.ihk.depostel(at)hannover.ihk.de

    Stand: 27. Januar 2004

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    Dokumenten-Nr.: 10081257

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