Dienstag, 22. Mai 2012

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    Ranking der 250 weltweit größten Einzelhändler

    In der in englischer Sprache erschienenen Einzelhandels-Studie „Switching Channels - Global Powers of Retailing 2012“ listet die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift „STORES media“ die weltweit größten und wachstumsstärksten Einzelhandelsunternehmen. Darüber hinaus liefert die Studie einen Überblick über globale Trends und benennt die wichtigsten Herausforderungen für den Einzelhandel.

    In der Studie werden die 250 weltweit größten Einzelhändler gelistet (Ranking nach Einzelhandelsumsatz; Konzernumsatz, Einzelhandelsumsatz, Ergebnis, dominierende Vertriebslinie, Herkunftsland, Länderpräsenz, Umsatzentwicklung im Fünf-Jahres-Vergleich 2005 - 2010). Zusätzlich gibt es eine ergänzende alphabetische Liste, eine Liste der Top 10-Handelskonzerne weltweit, eine Liste der Newcomer in den Top 250, eine Liste der Top 10 der einzelnen Weltregionen, eine Liste der Top 10 der Hauptsektoren, eine Liste der 50 wachstumsstärksten Einzelhandelsunternehmen im Zeitraum 2005 – 2010 sowie eine Liste der Top 30 mit den besten „Q-Ratio-Werten“ (dem Verhältnis materieller zu nicht-materiellen Werten wie Markenimage oder Reputation).

    Weltweit größter Einzelhändler ist unverändert der US-Konzern Wal-Mart, gefolgt von der französischen Carrefour, Tesco aus Großbritannien und der Metro AG. Die Schwarz-Unternehmens Treuhand KG folgt auf Rang 6 hinter The Kroger Co. aus den USA. In den vorderen Rängen sind zudem weitere deutsche Unternehmen vertreten: Aldi (Platz 10), Rewe (Platz 12) und Edeka (Platz 16). Mit der Dirk Rossmann GmbH ist auch ein deutsches Unternehmen unter den Top 50 der im Zeitraum 2005 bis 2010 am schnellsten wachsenden Unternehmen (Platz 37; insgesamt Rang 144) platziert. In der Top 30 mit den besten „Q-Ratio-Werten“ war kein deutsches Unternehmen vertreten.

    Von den Umsätzen der größten 250 Handelsunternehmen entfielen im Jahr 2010 insgesamt 29,4 Prozent auf die Top Ten. Damit sank deren Anteil im dritten Jahr in Folge. Ähnliches traf auf die Profitabilität zu, die hier im Schnitt bei drei Prozent lag.

    Das bedeutendste Segment sind nach wie vor die schnell drehenden Konsumartikel, wie sie in Supermärkten, Drugstores usw. verkauft werden. Das größte Wachstum zeigten jedoch nach zwei schwachen Jahren die Modehändler, die spezialisierten Anbieter sowie der Bereich Hardlines & Leisure Goods.

    Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2010 (bis einschließlich Juni 2010) weltweit für über 3,94 Billionen Dollar bei den 250 führenden Einzelhändlern konsumiert. Dies entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mehr als 80 Prozent der Top 250 erzielten ein Umsatzwachstum (im Vorjahr weniger als zwei Drittel). Das prozentuale Wachstum der Einzelhandelsumsätze europäischer Unternehmen in Höhe von 5,6 Prozent (deutsche Unternehmen: 4,9 %) lag über dem durchschnittlichen Wachstum der Einzelhandelsumsätze der Top 250 in Höhe von 5,3 Prozent. Jedoch fanden sich insgesamt weniger Europäer in der Liste als noch im Vorjahr - auch wegen des vergleichsweise schwachen Euros.

    Im internationalen Vergleich steht Europa deutlich besser da als die USA (4,7 Prozent) sowie Asien/Pazifik mit 4,7 Prozent. Das stärkste Wachstum bei den Einzelhandelsumsätzen aber wurde mit zweistelligen Wachstumsraten von den TOP 250-Händlern aus Lateinamerika erzielt. Diese Unternehmen liegen auch hinsichtlich der Profitabilität (Nettoumsatzrendite) mit 4,1 Prozent zusammen mit den Konzernen aus den USA vorn. Bei den Top 250-Unternehmen stieg die Rendite von 3,1 auf 3,8 Prozent, in Europa auf 3,7 Prozent. Der vergleichsweise schwache Euro wirkte sich negativ auf die Rendite der Europäer aus. In Europa war Großbritannien in punkto Profitabilität mit 3,7 Prozent Nettomarge führend. Auffallend ist, dass die deutschen Anbieter sowohl beim Umsatz als auch bei der Profitabilität deutlich hinter französischen und britischen Konzernen lagen. Die deutschen Unternehmen haben lediglich eine Nettomarge von 1,3 Prozent erzielen können.

    Die deutschen Handelskonzerne waren im Jahr 2010 weniger profitabel - aber gehörten zusammen mit den französischen und den britischen zu den international aktivsten. Sie erzielten ihre Abverkäufe zu 42,6 Prozent im Ausland. Hier waren sie mit einer durchschnittlichen Präsenz in 13,6 Staaten international besonders aktiv (Rang 3 hinter Frankreich mit 30,3 Staaten und einem Auslandsanteil von 44,6 % sowie Großbritannien mit 16,6 Staaten und einem Auslandsanteil von 24,1 %). Insgesamt waren die Europäer international breiter aufgestellt als alle anderen, insbesondere die Nordamerikaner und Japaner. Nahezu 40 Prozent der Umsätze europäischer Anbieter stammten nicht aus deren Heimatland. 40 Unternehmen haben 2010 erstmals einen neuen Markt betreten - in der Hälfte aller Fälle lag dieser in Europa.

    Die Autoren schätzen die Perspektiven im Jahr 2012 für die Handelsunternehmen als gemischt ein. Das allgemeine Wachstum schwächt sich deutlich ab. Die Aussichten - vor allem in Europa und den USA, aber auch in einigen BRIC-Staaten - werden als unsicher eingestuft. Sicher ist der Studie zufolge hingegen die Fortsetzung des Globalisierungstrends in der Handelsbranche - und die steigende Notwendigkeit einer Multi-Channel-Vertriebsstrategie für jedes einzelne Unternehmen.

    Der Report wird jährlich von Fachexperten aus dem internationalen Netzwerk des Unternehmens Deloitte & Touche zusammen gestellt. Der komplette 35-seitige Report steht unten zum kostenfreien Download.

    Pressekontakt: Isabel Milojevic, Leiterin Presse, Tel. 089/29036-8825, E-Mail: imilojevic(at)deloitte.de

     

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    Letzte Änderung:  07.02.2012
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