Dienstag, 22. Mai 2012

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    Klaus Pohlmann

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    EC-Karten im Handel ausspioniert: Neuer Fall in Südniedersachsen

    Erneut sind in Einzelhandelsgeschäften in der Region EC-Karten ausspioniert worden. Betroffen war von Ende Oktober bis Anfang November ein Supermarkt in Göttingen. Bereits im Sommer hatte es einen ähnlichen Fall in einem Baumarkt in Hannover gegeben. Im Landeskriminalamt spricht man nach einem weiteren Fall in Osnabrück von einer dritten Welle und befürchtet eine zunehmende Tendenz.

    Bei der als Skimming bezeichneten Masche werden EC-Kartenlesegeräte in der Kassenzone von Einzelhandelsgeschäften manipuliert. So kommen die Täter an die Daten, die sie auf eine Kartendublette übertragen und dann aus dem Ausland Geld von Kundenkonten abheben.

    Im Gegensatz zum Skimming an Bankautomaten, wo zumindest bislang in vielen Fällen die Manipulation durch zusätzlich angebrachte Geräte erkennbar war, sind die Veränderungen im Inneren der EC-Kartenlesegeräte für den Kunden nicht wahrnehmbar. Die Kriminalpolizei gibt diese Hinweise:

    • Händler sollten jetzt noch mehr darauf achten, dass die Lesegeräte in der Kassenzone unversehrt sind und wer Zugang zu ihnen hat.

    • Wenn nicht bereits ein Siegel (zum Beispiel von den Kartennetzbetreibern) den Geräten angebracht ist, können Händler selbst tätig werden und eigene „Siegel“ (Aufkleber) beispielsweise über Schrauben oder Nahtstellen befestigen.

    • Um die Lesegeräte manipulieren zu können, müssen die Täter zunächst an sie herankommen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn bei einem Einbruch Lesegeräte gestohlen werden: Sie könnten für Tests oder für die Manipulation baugleicher Geräte verwendet werden.

    • Ebenfalls ist Vorsicht geboten, wenn bei einem Einbruch in ein Einzelhandelsgeschäft nichts gestohlen wurde: Grund könnte sein, dass nicht die Waren, sondern die EC-Kartenlesegeräte Ziel der Täter waren.

    Neu ist die Betrugsmasche mit den Kartenlesegeräten nicht: Zunächst tauchte sie im europäischen Ausland auf, bis zwischen Dezember 2006 und 2008 das Bundeskriminalamt (BKA) auch in Deutschland zehn Fälle zählte. Betroffen waren damals einige Tausend Karten, der Schaden belief sich nach BKA-Angaben auf rund 4 Mio. Euro. Damals wurden im Zusammenhang mit diesen taten auch Lesegeräte zu Übungs- und Testzwecken gestohlen: 2007 verschwanden bei 151 Einbrüchen über 100 Geräte.

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    ich, 17.11.11 18:01:
    Obiger Link funktioniert nicht, die schließende Klammer muss weg:

    falsch: http://www.polizei-beratung.de)/

    richtig: http://www.polizei-beratung.de/
    Dirksen, 13.11.11 19:31:
    Die Maschen auf allen Ebenen, wie: Skimming, aber auch die Registrierung von Verbraucherverhalten über EC-Karte und Kundenkarte, die Durchsichtigkeit auf Bankonten, das Thema um das P-Konto, lassen mich längst zu der Erkenntnis gelangen, daß das Bargeld nach wie vor den höchsten Rang hat.
    Kreidtkarten sind ohnehin mit hohen Gebühren für den Zahlungsnehmer verbunden, sodaß der lieber Bargeld nimmt.
    Ich will nicht immer gläsern sein und wirken!
    Klaus Pohlmann, 10.11.11 13:22:
    In der Tat haben wir uns als IHK vor allem auf Hinweise für Untenehmen konzentriert. Informationen für Verbraucher, etwa von der Polizeilichen Kriminalprävention des Bundes und der Länder www.polizei-beratung.de oder der Verbraucherzentralen drehen sich oft um das Skimming an Bankautomaten, das hier ja nicht gemeint ist. Möglicherweise haben diese Stellen aber bereits weitergehende Informationen. Oft wird darauf hingewiesen, dass die Manipulationen für Kunden tatsächlich schwer zu erkennen sind, und immer wieder wird empfohlen, die Buchungen auf dem eigenen Konto zu kontrollieren. Weitere Hinweise finden Sie zum Beispiel hier: www.pfiffige-senioren.de/kassen
    Christiane, 10.11.11 09:12:
    Ist zwar gut zu wissen, aber was kann ich als Kunde unternehmen?Worauf kann/muss ich achten oder kann/darf ich nun nur noch bar zahlen?? Mir fehlen entsprechende Vorschläge/Hinweise.

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    Letzte Änderung:  09.11.2011
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