
Die IHK Hannover erhebt jährlich die Hebesätze der Grund- und Gewerbesteuer der in ihrem Bezirk liegenden Kommunen. Wie die aktuelle Umfrage ergab, haben im Jahr 2010 gleich 67 der insgesamt 279 Städten und Gemeinden – also rund ein Viertel der Kommunen im Bezirk der IHK Hannover – ihre Gewerbesteuerhebesätze angehoben. Nur eine Gemeinde hat den Gewerbesteuerhebesatz gesenkt. Im Schnitt stieg der Gewerbesteuerhebesatz der Kommunen im Bereich der IHK Hannover gegenüber 2009 um fünf Punkte auf nun 349 Prozent.
Die kräftigsten Hebesatzerhöhungen gab es im Landkreis Schaumburg. Mit plus 50 Punkten (jeweils auf 380 Prozent) fielen die Erhöhungen in den Gemeinden Bad Nenndorf, Auhagen sowie Sachsenhagen am höchsten aus. Gefolgt werden sie von plus 40 Punkten in den Gemeinden Obernkirchen (385), Hagenburg (380) und Wölpinghausen (380). Den Hebesatz gesenkt hat die Gemeinde Bodensee (Landkreis Göttingen): Hier wurde der Hebesatz von 350 auf 340 Prozent reduziert.
Für das Jahr 2010 ergibt sich danach im Bereich der IHK Hannover folgendes Hebsatzgefälle: Den höchsten Gewerbesteuerhebesatz nimmt weiterhin die Landeshauptstadt Hannover für sich in Anspruch, der Hebesatz ist mit 460 Prozent seit 17 Jahren unverändert. Danach folgt - durch Hebesatzerhöhung dicht an Hannover aufgerückt - Laatzen (Region Hannover) mit 450 Prozent (Vorjahr: 420 Prozent) und verweist damit Ronnenberg (Region Hannover) von Platz zwei auf den dritten Platz (unverändert 440 Prozent). „Gewerbesteueroasen“ finden Unternehmen im Nordwesten des IHK-Bezirks. Vor allem die Ortschaften der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ (Landkreis Diepholz) bieten mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 299 Prozent – trotz Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 14 Punkte – immer noch ein attraktives Argument im Wettbewerb regionaler Standorte um Investoren und Gewerbeansiedlungen.
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