
Steigende Nutzerzahlen, schnell und flexibel vom PC oder Mobiltelefon aus kurze Mitteilungen schreiben, die von registrierten Nutzern eines weltweiten Netzwerkes sofort gelesen werden können: Der Micro-Blogging-Dienst Twitter erfreut sich weltweit derzeit wachsender Beliebtheit.
Auch wenn die Nachrichten bei Twitter, sogenannte Tweets, primär darauf abzielen, alltägliche und ganz persönliche Dinge auszutauschen, bietet das Modell dennoch auch für Unternehmen grundsätzlich eine Vielzahl von Anknüpfungsmöglichkeiten. Zum einen läßt sich auf diese Weise kontrollieren, welche Informationen über das Unternehmen im Internet kursieren. Neben positiven Beiträgen werde dadurch eventuell auch negative Stimmen offensichtlich und infolgedessen die Voraussetzung für Verbesserungen am Produkt oder Service geschaffen.
Begünstigt durch die spezielle Technik der Plattform, die eine Verbreitung von Informationen rund um den Globus in Windeseile ermöglicht, erscheint dieser Aspekt vor dem Hintergrund potenzieller Falschmeldungen besonders brisant – bedenkt man, dass sich inhaltlich verzerrt dargestellte oder gar unwahre Äußerungen kaum mehr korrigieren lassen und die Reputation und damit auch die wirtschaftliche Situation des betroffenen Unternehmens dadurch empfindlich beeinträchtigt werden können. Auf der anderen Seite erlauben die technischen Gepflogenheiten von Twitter dem Unternehmen selbst, Informationen über das Unternehmen zeitnah und zielgenau zu streuen.
Neben der Eignung als Kommunikationswerkzeug innerhalb des Unternehmens bietet der Micro-Blogging-Dienst gerade auch im Marketing interessante Nutzungsmöglichkeiten, sei es als Werkzeug zur Kundenbindung oder als Medium zur Ankündigung besonderer (Verkaufs-) Aktionen oder neuer Produkte. Beispielsweise konnte ein namhafter PC-Hersteller aus den USA seinen Absatz durch die intensive Nutzung von Twitter nachweislich signifikant steigern.
Insgesamt fällt das Echo um Twitter in Deutschland jedoch bislang geteilt aus – die Stellungnahmen zweier Inhaber von Unternehmen der Region bestätigen diese Einschätzung im vorliegenden Beitrag, der in der Juni/Juli-Ausgabe der Niedersächsischen Wirtschaft, dem regionalen Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Hannover, erschienen ist.
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