
Am 8. Mai 2012 sind die Ergebnisse „IHK-Ausbildungsumfrage 2012“ veröffentlicht worden. An der Online-Ausbildungsumfrage haben sich bundesweit rund 14.500 Unternehmen beteiligt, davon 1.045 aus Niedersachsen und 424 aus dem Bereich der IHK Hannover.
Die wichtigsten Ergebnisse:
Angebot an Ausbildungsplätzen steigt: Bundesweit wollen 21 Prozent der Unternehmen 2012 mehr ausbilden, 18 Prozent weniger, 61 Prozent halten ihr Ausbildungsangebot aufrecht. Damit halten mehr als 80 Prozent der Unternehmen ihr Ausbildungsplatzangebot aufrecht bzw. vergrößern es sogar. Die Fachkräftesicherung durch eigene Ausbildung besitzt bei den Unternehmen damit höchste Priorität.
Verdrängungswettbewerb auf dem Ausbildungsmarkt: Die Ausweitung des Ausbildungsplatzangebotes der vergangenen Jahre insbesondere bei mittleren und großen Betrieben führt dazu, dass insbesondere kleinere Betriebe keine geeigneten Auszubildenden mehr finden. Der Anteil der Betriebe, die 2011 Schwierigkeiten bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze hatten, lag bundesweit bei 21 Prozent. In der IHK-Region Hannover gaben 17 Prozent der Unternehmen an, dass sie im Jahr 2011 nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen konnten. Grund hierfür dürfte das größere Angebot an Bewerbern aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs 2011 in Niedersachsen sein.
Gute Aussichten nach der Ausbildung – Übernahmepläne der Unternehmen steigen weiter: 2012 geben 59 Prozent der Betriebe an, den Großteil ihrer neu ausgebildeten Fachkräfte übernehmen zu wollen – fünf Prozentpunkte mehr als 2011. Im Branchenvergleich planen insbesondere Banken und Versicherungen sowie Industrieunternehmen eine sehr hohe Übernahmequote. Auch im Gastgewerbe wächst die Übernahmeneigung deutlich. Für Unternehmen, die keine Auszubildenden mehr finden, spitzt sich die Fachkräftesituation weiter zu, da auch nach der Ausbildung der Wettbewerb um die jungen Menschen zunimmt.
Unternehmen umwerben Jugendliche: Die Unternehmen engagieren sich noch stärker als in den Vorjahren, um Jugendliche zu gewinnen. Besonders stark setzen die Unternehmen auf Kooperationen mit Schulen, bieten mehr Praktikumsplätze für Schüler an und verbessern ihr Ausbildungsmarketing. Beim Ausbildungsmarketing dienen das Internet und verstärkt auch die sozialen Medien als wichtige Instrumente.
Unternehmen stellen sich auf schwächere Bewerber ein: Mehr als drei Viertel der Unternehmen, die Ausbildungshemmnisse nennen, stellen unzureichende schulische Qualifikationen und persönliche Kompetenzen bei den Bewerbern fest. Insbesondere mangelndes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen, fehlende elementare Rechenfertigkeiten, fehlende Disziplin, nicht ausreichende Leistungsbereitschaft und Motivation sowie mangelnde Belastbarkeit werden genannt. Gleichzeitig stellen sich Betriebe auf lernschwächere Jugendliche ein. Der Anteil der Unternehmen, die Nachhilfe anbieten, beträgt rund 60 Prozent. Ausbildungsbegleitende Hilfen der Agentur für Arbeit nutzen mehr als ein Drittel der Unternehmen.
Die Ergebnisse der IHK-Ausbildungsumfrage für den Bereich der IHK Hannover, Niedersachsen und die Bundesauswertung können Sie sich hier herunterladen:
Ergebnisse für das Bundesland Niedersachsen und den Bereich der IHK Hannover
IHK Hannover, Schiffgraben 49, 30175 Hannover, Telefon (0511)31 07-0, Telefax (0511)31 07-333
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