
Absolut gesehen hat die Anzahl der Absolventen in den sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) an deutschen Hochschulen zugenommen. Dies geht aus dem im August 2011 veröffentlichten Bericht „Bildung und Qualifikation als Grundlage der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands“ des Konsortiums „Bildungsindikatoren und technologische Leistungsfähigkeit“ hervor. Der Bericht wurde im Auftrag der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) erstellt. An dem Bericht haben Experten des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF), des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung (NIW) gemeinsam gearbeitet.
Der Bericht beleuchtet zeitlich und international vergleichend die Entwicklungen in der hochschulischen und beruflichen Bildung, die für die technologische Leistungs- und Innovationsfähigkeit Deutschlands relevant sind. Der insgesamt vierte Bericht der Reihe beleuchtet besonderes die MINT-Fächer.
Laut Studie sind die absoluten Absolventenzahlen in der Mathematik und den Naturwissenschaften zwischen 2000 und 2009 um ca. 26.000 auf einen Höchstwert von rund 48.000 Absolventen gestiegen. Rund 17.000 studieren im Fach Informatik. Die Zahl der Ingenieurabsolventen hat zwischen 2000 und 2009 um über 11.000 auf rund 47.000 zugenommen.
Insgesamt haben im Jahr 2009 16,6 Prozent aller Erstabsolventen an den deutschen Hochschulen einen Abschluss in der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften erworben. Im Jahr 2000 waren es lediglich 12,4 Prozent. Anders sieht es bei den Ingenieurwissenschaften aus: Während 1993 noch mehr als ein Viertel und 2000 immerhin noch etwa ein Fünftel aller Absolventinnen und Absolventen ihren Abschluss in dieser Fächergruppe erwarben, waren es 2009 nur noch 16,3 Prozent.
Mehr als die Hälfte aller Erstabsolventen an deutschen Hochschulen sind mittlerweile Frauen. In den MINT-Fächern ist der Frauenanteil allerdings deutlich geringer. Während in der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften Frauen aufgrund der großen Bedeutung der Lehramtsabschlüsse 40 Prozent der Absolventen des Jahres 2009 stellten, betrug der Frauenanteil in den Ingenieurwissenschaften lediglich 22,6 Prozent. In beiden Fächergruppen stagniert er zudem seit 2003 weitgehend.
Die Studie ist in der Reihe „HIS:Forum Hochschule“ erschienen und steht als kostenloser PDF-Download zur Verfügung.
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IHK Hannover, Schiffgraben 49, 30175 Hannover, Telefon (0511)31 07-0, Telefax (0511)31 07-333
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